Technik

Lean Production ohne CMMS? Das gelingt nur selten

Eine wirksame Einführung von Lean Production erfordert sowohl die Eliminierung von Verschwendung als auch die Standardisierung von Prozessen. Ohne Unterstützung durch ein modernes CMMS-System werden Daten jedoch schnell verstreut, und die zentrale Kennzahl OEE beginnt zu sinken.

Wie lässt sich die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur bei hohem Distributionsvolumen aufrechterhalten?

Das Infrastrukturmanagement erfordert Lösungen, die der Größe des Unternehmens angemessen sind. Ein gutes Beispiel ist der Marktführer Vitakraft, wo laufend komplexe Abläufe umgesetzt werden. Die Dimension der technischen und produktionstechnischen Herausforderungen zeigen folgende Kennzahlen:

  • Distribution von rund 1,2 Millionen Produkten pro Tag,
  • operative Reichweite auf Märkten in 20 Ländern,
  • weltweit mehr als 1.100 Beschäftigte.

Um diese Anforderungen bei gleichzeitig strengen Qualitätsnormen zu erfüllen, setzt das Unternehmen fortschrittliche operative Werkzeuge ein. Ein Schlüsselelement zur Absicherung dieser Strategie ist die direkte Partnerschaft der Niederlassung Vitakraft U.S. mit QRmaint. Das System schloss die technologische Lücke, indem es eine intuitive Benutzeroberfläche bot, die interne Widerstände gegen Veränderungen im Team schnell abbaute und zum täglichen Arbeitswerkzeug wurde.

Warum ist die vollständige digitale Erfassung des Maschinenparks eine notwendige Voraussetzung für Lean Management?

Die Settele GmbH, ein deutscher Marktführer der Lebensmittelbranche, der täglich 120 Tonnen Produkte herstellt, bestätigt, dass Digitalisierung für stabile Prozesse unverzichtbar ist. Die Einführung eines CMMS in diesem Unternehmen ermöglichte den Übergang zu einem vollständig digitalen Workflow, der Aufgabenmodule, Maschinenverzeichnis und Lagerwirtschaft integriert. Die Zentralisierung von Meldungen und die Nutzung der mobilen App verkürzten Reaktionszeiten und reduzierten ungeplante Stillstände. Eine vollständige Servicehistorie und ein präzises Ersatzteilmanagement lieferten die analytischen Daten, die zur Optimierung der Präventionsstrategie erforderlich sind.

Das Beispiel Settele zeigt, dass die Integration eines CMMS in Produktionsprozesse reale Kostenkontrolle und maximale Verfügbarkeit des Maschinenparks gewährleistet. Damit bildet sie eine tragende Säule des modernen Lean Managements, auch in Unternehmen mit mehr als 350 Beschäftigten.

Warum reichen Lean-Werkzeuge allein nicht für die Transformation aus?

Die Einführung von Lean-Konzepten bringt die erwarteten Ergebnisse nur dann, wenn sie Optimierung mit einem Wandel der Arbeitskultur und der richtigen systemischen Unterstützung verbindet. Dieser ganzheitliche Ansatz ermöglicht:

  • eine Produktivitätssteigerung von nahezu 30 % durch eine flüssigere Aufgabenabwicklung,
  • eine Verbesserung der Kundenzufriedenheit um 20 % durch spürbar schnellere und qualitativ hochwertige Betreuung,
  • eine Steigerung des Mitarbeiterengagements um 25 %.

Die Digitalisierung der Instandhaltung in Verbindung mit einer Lean-Kultur führt nicht nur zur Stabilisierung der Prozesse. Vor allem schafft sie ein Fundament für Qualitätsstandards, die sich unmittelbar auf die deklarierte Kundenzufriedenheit auswirken.

Wie lassen sich die Zykluszeit um 70 % senken und die Produktivität um 150 % steigern?

Selbst die besten Ideen und Lean-Prinzipien können mit der Zeit an Wirkung verlieren, wenn Mitarbeitende nicht durch klare Daten und intuitive Werkzeuge gestützt werden. Ohne dieses solide Fundament kehren tägliche Gewohnheiten schnell in alte Muster zurück. Der Schlüssel erwies sich daher in der intelligenten Einführung bewährter CMMS-Lösungen in großem Maßstab, was die innerhalb von Institutionen erzielten Ergebnisse deutlich zeigen:

  • die durchschnittliche Zykluszeit wurde um 70 % reduziert,
  • in einer lateinamerikanischen Bank wurde eine Produktivitätssteigerung von 150 % beobachtet,
  • die durchschnittlichen Kostensenkungen lagen bei 15 bis 18 % in globalen Netzwerken mit mehr als 2.000 Filialen.

Der Erfolg dieser Organisationen beruhte vor allem darauf, dass die angewandte Optimierung auf einer soliden analytischen Grundlage stand.

Wie treibt das Engagement der Teams die kontinuierliche Weiterentwicklung voran?

Statt Veränderungen von oben zu verordnen, sollten Teams in die Identifizierung von Problemen an deren Ursprung einbezogen werden. Eine intelligente Aufgabenverteilung, die Befreiung von Bürokratie und strukturierte Unterstützung der Mitarbeitenden führen zu spürbaren Veränderungen, etwa:

  • eine Senkung der Überstundenkosten um 90 %,
  • eine Steigerung des gesamten Verkaufsvolumens um 20 % bei gleichzeitiger Reduzierung des Verwaltungspersonals um mehr als 20 %,
  • eine Erhöhung der Zahl der Produkte pro Kunde um bis zu 70 %.

Wenn Mitarbeitende an der Front Verantwortung für Prozesse mittragen, wird Optimierung zu einem natürlichen Bestandteil ihrer täglichen Arbeit. So gewinnt die Organisation einen internen Mechanismus, der Ineffizienzen dauerhaft und selbsttätig aus dem System eliminiert.

Warum benötigen polnische Produktionsunternehmen Unterstützung bei TPM?

Die Philosophie des Lean Managements ist in polnischen Werken weit verbreitet. Studien zeigen, dass 64,06 % von ihnen große Unternehmen sind, die mehrheitlich zu Kapitalgruppen gehören (75,8 %). Obwohl diese Firmen eine starke Ausrichtung auf Qualität und Kostensenkung deklarieren, ringen sie weiterhin mit einer effektiven Instandhaltung ihrer Maschinen.

Der untersuchte Bereich Total Productive Maintenance (TPM) wurde im Durchschnitt mit 4,06 auf einer fünfstufigen Skala bewertet. Paradoxerweise erhielt in dieser Kategorie die sorgfältige Führung der Servicedokumentation die niedrigsten Bewertungen. Lücken in diesem Bereich verringern die Wirksamkeit der gesamten Lean-Strategie. Das begründet unmittelbar die Notwendigkeit der Digitalisierung und der Einführung von Systemen der CMMS-Klasse, um einen reibungslosen Informationsfluss sicherzustellen.

Ist das volle Potenzial von Lean ohne digitale Dokumentation möglich?

Die Analyse von Implementierungen zeigt, dass Organisationen in den Kundenbeziehungen am besten abschneiden. Deutlich schwächer fällt der Bereich Lieferantenmanagement aus (Bewertung 3,54). Eine erhebliche Herausforderung bleibt auch die Vermeidung von Maschinenausfällen, weshalb Studien eindeutig eine Änderung des organisatorischen Ansatzes empfehlen. Empfohlen wird die Einführung eines Systems zur Verwaltung der Instandhaltungsdokumentation, um historische Daten zu ordnen und den Zugriff darauf zu erleichtern. Die wichtigsten strategischen Ziele der untersuchten Unternehmen betreffen:

  • 87,5 % – Verbesserung der Qualität,
  • 41,41 % – Kostensenkung,
  • 39,84 % – Entwicklung von Innovationen.

Die Umsetzung dieser Ziele ohne dedizierte Werkzeuge endet selten mit vollem Erfolg. Der kontinuierliche Betrieb der Anlagen und die Transparenz der Serviceaktivitäten bilden die Grundlage, auf der moderne Produktion nach Lean-Prinzipien basiert.

Wenn Sie mehr über dieses Thema erfahren oder Interesse an unserer QRmaint Instandhaltungssoftware haben, laden wir Sie ein, uns auf www.qrmaint.de zu besuchen. Für persönliche Rückfragen stehen wir Ihnen auch jederzeit unter der Rufnummer +49 69 950 196 26 zur Verfügung.

Mehr Lesen: Neslihan Cosar

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